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Erschwerte Reisen in Sri Lanka

Frühere Kriegsgebiete sind kaum noch zu bereisen

Sri Lanka ist allseits ein beliebtes Reiseziel. Doch nun gibt es neue Beschränkungen für Touristen und diese beziehen sich auf ehemalige Kriegsgebiete. Zwar darf der Norden des Landes immer noch bereist werden, allerdings geht hiermit ein langes Prozedere einher. Wer den Norden des Landes bereisen möchte, muss im Vorfeld eine Genehmigung des Verteidigungsministeriums einholen.

Was sind die Beweggründe?

Die vereinten Nationen wollten vor einigen Wochen eine Untersuchung bezüglich Kriegsverbrechen beginnen. Allerdings wurde diese internationale Prüfung von der Regierung abgelehnt.

Bis 2009 wütete im Norden des Landes ein Krieg, bei dem die Rebellenorganisation LTTE für den eigenen Tamillenstaat kämpften. In mehr als einem Vierteljahrhundert des blutigen Krieges kamen nach UN-Schätzungen allerdings Zivilisten ums Leben, wobei die Zahl auf 40.000 geschätzt wird. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor und möchte diesbezüglich Untersuchungen in die Wege leiten.

Wie wehrt die Regierung diese Untersuchungen ab?

Nicht nur UN-Mitarbeiter, sondern auch „normale“ Touristen dürfen zukünftig nur noch mit der Genehmigung des Verteidigungsministeriums in den Norden des Landes reisen. Bis vor einem Jahr gab es bereits solche Vorschriften, diese wurden aber niedergelegt. Nun wurden sie wieder aufgegriffen. Nach offiziellen Angaben gibt es diese Offerte allerdings nur deswegen, dass nicht mit falschem Vorwand in die ehemaligen Kriegsgebiete gereist und religiöser Unfrieden erzeugt werden kann, wodurch die Sicherheit des Landes in Gefahr wäre.

@ Dr. Stephan Barth/PIXELIO



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